Webradio und Livestream

Spezialtipp

Falsche Erinnerung?

Bild: WDR/dpa Picture-Alliance/Sergey Nivens

Sonntag, 13:04 Uhr WDR5

ARD Radiofeature

Falsche Erinnerung?

Doku über False Memory und sexuelle Gewalt". Das ARD radiofeature schildert den Kampf um die Glaubwürdigkeit erlittener sexueller Gewalt. Es zeigt, wie Therapeut:innen von den Täter:innen angegriffen werden. Und wie schwer es Opfer haben, wenn ihre Erinnerungen angezweifelt werden. Denn oft geschieht die Gewalt in den eigenen Familien. Welche Rolle spielt das "False Memory Syndrom", wenn es darum geht, Täter:innen anzuklagen und hinter Gitter zu bringen? Und was bedeutet das für die Arbeit des Vereins "False Memory Deutschland"?

Tagestipp

Heute, 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Der Klang der Fremde Von Kim Thúy Hörspielbearbeitung und Regie: Stefanie Hoster Mit: Melika Foroutan, Paul Behren und der Autorin Komposition: Philippe Gordiani Ton und Technik: Jean Szymczak Produktion Deutschlandfunk Kultur 2023 Länge: 85" (Ursendung) Die zehnjährige Nguyên An Tinh flieht mit ihrer Familie vor dem kommunistischen Regime in Vietnam nach Kanada. Dort muss sie ihre Identität neu finden. Ein Hörspiel nach dem gleichnamigen Bestseller über das ewige Ankommen und Fremdsein hier und dort. In Saigon zählte Nguyên An Tinhs Familie zu den Wohlhabenden. Mit der Machtübernahme durch die Kommunisten ändert sich alles. Schließlich verlässt das Mädchen als Zehnjährige mit den Eltern und zwei Brüdern das Land. Über ein Flüchtlingslager in Malaysia und andere Stationen kommt sie nach Kanada. Obwohl sie dort herzlich aufgenommen werden, fällt ihr das Ankommen schwer - hat sie doch mit dem Auswandern ihre vorgesehene Identität verloren und muss diese in der Fremde neu zusammensetzen. Gleichzeitig bleiben ihr Herkunftsland und die Menschen dort in ihr präsent und tauchen in Erinnerungen - ausgelöst durch Gerüche, Klänge oder Bilder - immer wieder auf. Spätestens durch die Rückkehr nach Vietnam stellt die Protagonistin fest, dass sie in ihrer früheren Heimat ebenso eine Fremde ist wie dort, wo sie nun lebt. Kim Thúys Text ist eindrücklich und zugleich von fast durchscheinender Zerbrechlichkeit. Er offenbart den fortwährenden Widerstreit von Trauer, Glück, Schmerz und Hoffnung, den die Geschichte ihrer Emigration für sie bedeutet. Kim Thúy, geboren 1968 in Saigon, Vietnam, ist eine kanadische Schriftstellerin, die auf Französisch schreibt. Als Zehnjährige floh Kim Thúy mit ihren Eltern und zwei Brüdern nach Kanada. "Ru" (2009) war ihr erster Roman und erschien auf Deutsch unter dem Titel "Der Klang der Fremde". Weitere Romane: "Der Geschmack der Sehnsucht" (2014), "Die vielen Namen der Liebe" (2017). Hörspiel nach Kim Thúy Der Klang der Fremde

Konzerttipp

Heute, 19:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Konzertabend

Das Münchner Rundfunkorchester Franz Grothe: "Spanische Tanzfantasie" (Joseph R. Olefirowicz); Adrien François Servais: Grande Fantaisie sur des motifs de l"opéra "Le barbier de Séville" de Rossini, op. 6 (Wen-Sinn Yang, Violoncello; Terje Mikkelsen); Gioacchino Rossini: Aus "Il barbiere di Siviglia" (Elina Garanca, Mezzosopran; Bruno de Simone, Bass; Miguel Gómez-Martínez); Isaac Albéniz: "Asturias", op. 47, Nr. 5 (Frank Bungarten, Gitarre; Enrique Ugarte); Darius Milhaud: "Le boeuf sur le toit", op. 58 (Pinchas Steinberg); Antonio Carlo Gomez: "Il Guarany", Rezitativ und Arie der Cecilia aus dem 2. Akt (Krassimira Stoyanova, Sopran; Friedrich Haider); Jan Koetsier: Concertino, op. 115 (Ensemble; Christoph Poppen); Camille Saint-Saëns: Klavierkonzert Nr. 5 F-Dur - "Das Ägyptische" (Sophie Pacini, Klavier; Ivan Repusic)

Hörspieltipp

Heute, 17:04 Uhr WDR5

WDR 5 Hörspiel am Sonntag

Trommeln in der Nacht Von Bertolt Brecht Das erste Werk von Brecht Komposition: Peter Ewald Andreas Kragler: Tim Freudensprung Anna Balicke: Linda Blümchen Vater Balicke: Werner Waas Mutter Balicke: Lena Stolze Friedrich Murk: Franziskus Claus Journalist Babusch: Robert Flanze Schnapshändler Glubb: Manuel Bittorf Kellner: Paul Hentze Manke: Max Schimmelpfennig Carmen: Bineta Hansen Marie: Paulina Bittner Regie: Christine Nagel Produktion: rbb/DLR 2020

Featuretipp

Heute, 09:30 Uhr Deutschlandfunk

Essay und Diskurs

Der Hype um die Authentizität Zum absehbaren Ende eines Trends Von Volker Demuth Authentizität scheint heute ein Muss, insbesondere in der achtsamen Gesellschaft. In einer Ära der Krisen und Umbrüche aber enttarnt sich der Einklang mit sich selbst als Weltflucht. Zeitgemäßer ist ein Leben in der Revolte. "Sei du selbst" - so lautet der Imperativ unserer Zeit. Das jedoch ist gar keine Selbstverwirklichung, sondern nur eine Reaktion auf die wachsende Bindungslosigkeit allerorten. Nur die Bindung an sich selbst scheint zu retten. Das ist eine Fluchtbewegung, die den Begriff der Authentizität leer zurücklässt. Der Wunsch nach Authentizität ist die Weigerung, die turbulente Welt zu gestalten - eine Welt, deren Widersprüche bis tief in das Subjekt reichen: hier Work-Life-Balance, dort Krieg. Hier Whale-Watching, dort Artensterben. Wenn jedoch der Einklang mit sich selbst unmöglich wird, scheint das Leben in der Revolte zeitgemäßer. Volker Demuth, geboren 1961, ist Lyriker, Schriftsteller und Essayist. Er studierte in Tübingen und Oxford Philosophie, Literaturwissenschaft und Geschichte. Er war Dozent für Medientheorie und Professor für Mediengeschichte und Medientheorie an der Fachhochschule Schwäbisch Hall. Seine Spezialgebiete sind die Theorie der Narrativität sowie die Körper- und Technikgeschichte. Außerdem hat er Hörspiele und Features geschrieben. Zuletzt erschienen: "Fossiles Futur. Gedichte" (2021), "Niederungen und Erhebungen" (2019), "Der nächste Mensch" (2018).

Podcast

NDR Info

Bücherwurm

Wir stellen Euch neue Kinderbücher vor und lesen daraus vor. Es wird magisch-monsterhaft-gruselig-kriminologisch. Vielleicht ist für Euch was dabei?

Hören

Hörspiel-Download

NDR

Patricia Highsmith: Der Geschichtenerzähler (1/2)

Kriminalhörspiel nach dem gleichnamigen Roman von Patricia Highsmith. Teil1. Seit zwei Jahren lebt Alicia mit ihrem amerikanischen Mann Sydney in einem einsam gelegenen Haus in Suffolk und versucht, dessen Missmut mit heiterer Geduld zu parieren. Doch was kann sie dafür, dass er als Kriminalschriftsteller so erfolglos ist? Die beiden beschließen eine kurze Trennung. Am frühen Morgen nach Alicias Abfahrt macht eine Nachbarin eine sonderbare Beobachtung: Sie sieht, wie Sydney mit einer Teppichrolle auf der Schulter zum Wagen geht und wegfährt. Bruno Ganz spielt den räsonierenden Schriftsteller mit hintergründigem Humor und großer Raffinesse. Übersetzung aus dem Amerikanischen: Anne Uhde. Mit: Bruno Ganz, Sabine Sinjen, Annemarie Marks-Rocke, Eva-Maria Bauer u.v.a.. Bearbeitung und Regie: Hans Dieter Schwarze. Produktion: NDR 1990. Redaktion: Michael Becker.

Hören