Tagestipps im Radio

Tagestipps

Sonntag 18:20 Uhr SWR2

SWR2 Hörspiel

Leben des Galilei(1/2) Zum 125. Geburtstag von Bertolt Brecht am 10.02.2023 Nach dem gleichnamigen Theaterstück von Bertolt Brecht Mit: Hermann Schomberg, Katharina Brauren, Ernst Jacobi, Elisabeth Schwarz, Günther Lüders u. v. a. Chor: Thomanerchor Leipzig Komposition: Hanns Eisler Bearbeitung Musik: Friedrich Scholz Hörspielbearbeitung und Regie: Rudolf Noelte (Produktion: Süddeutscher Rundfunk 1967) Keines der Stücke Brechts wurde so sehr in Entsprechung zu seinem Autor gesetzt wie dieses. Gegenstand der Handlung sind die letzten drei Jahrzehnte im Leben des italienischen Astronomen Galileo Galilei (1564 - 1642), sein Konflikt mit dem ptolemäischen Weltbild der römischen Kurie, der ihm über ein Inquisitionsverfahren abgezwungene Widerruf (1633) und das heimliche Entstehen seines Hauptwerks, der "discorsi". Basis der Funkbearbeitung ist die dritte, sogenannte "Berliner Fassung" des Stücks von 1955/1956. (Teil 2, Sonntag, 12. Februar 2023, 18.30 Uhr)

Sonntag 18:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Hörspiel

Der Klang der Fremde Von Kim Thúy Hörspielbearbeitung und Regie: Stefanie Hoster Mit: Melika Foroutan, Paul Behren und der Autorin Komposition: Philippe Gordiani Ton und Technik: Jean Szymczak Produktion Deutschlandfunk Kultur 2023 Länge: 85" (Ursendung) Die zehnjährige Nguyên An Tinh flieht mit ihrer Familie vor dem kommunistischen Regime in Vietnam nach Kanada. Dort muss sie ihre Identität neu finden. Ein Hörspiel nach dem gleichnamigen Bestseller über das ewige Ankommen und Fremdsein hier und dort. In Saigon zählte Nguyên An Tinhs Familie zu den Wohlhabenden. Mit der Machtübernahme durch die Kommunisten ändert sich alles. Schließlich verlässt das Mädchen als Zehnjährige mit den Eltern und zwei Brüdern das Land. Über ein Flüchtlingslager in Malaysia und andere Stationen kommt sie nach Kanada. Obwohl sie dort herzlich aufgenommen werden, fällt ihr das Ankommen schwer - hat sie doch mit dem Auswandern ihre vorgesehene Identität verloren und muss diese in der Fremde neu zusammensetzen. Gleichzeitig bleiben ihr Herkunftsland und die Menschen dort in ihr präsent und tauchen in Erinnerungen - ausgelöst durch Gerüche, Klänge oder Bilder - immer wieder auf. Spätestens durch die Rückkehr nach Vietnam stellt die Protagonistin fest, dass sie in ihrer früheren Heimat ebenso eine Fremde ist wie dort, wo sie nun lebt. Kim Thúys Text ist eindrücklich und zugleich von fast durchscheinender Zerbrechlichkeit. Er offenbart den fortwährenden Widerstreit von Trauer, Glück, Schmerz und Hoffnung, den die Geschichte ihrer Emigration für sie bedeutet. Kim Thúy, geboren 1968 in Saigon, Vietnam, ist eine kanadische Schriftstellerin, die auf Französisch schreibt. Als Zehnjährige floh Kim Thúy mit ihren Eltern und zwei Brüdern nach Kanada. "Ru" (2009) war ihr erster Roman und erschien auf Deutsch unter dem Titel "Der Klang der Fremde". Weitere Romane: "Der Geschmack der Sehnsucht" (2014), "Die vielen Namen der Liebe" (2017). Hörspiel nach Kim Thúy Der Klang der Fremde

Sonntag 19:00 Uhr NDR kultur

Kriminalhörspiel

Der Geschichtenerzähler (1/2) Nach dem Roman von Patricia Highsmith Übersetzung aus dem Amerikanischen: Anne Uhde Bearbeitung und Regie: Hans Dieter Schwarze Mit Bruno Ganz, Sabine Sinjen, Annemarie Marks-Rocke, Eva-Maria Bauer u.v.a. NDR 1990 Seit zwei Jahren lebt Alicia mit ihrem amerikanischen Mann Sydney in einem einsam gelegenen Haus in Suffolk und versucht, dessen Missmut mit heiterer Geduld zu parieren. Doch was kann sie dafür, dass er als Kriminalschriftsteller so erfolglos ist? Die beiden beschließen eine kurze Trennung. Am frühen Morgen nach Alicias Abfahrt macht eine Nachbarin eine sonderbare Beobachtung: Sie sieht, wie Sydney mit einer Teppichrolle auf der Schulter zum Wagen geht und wegfährt. Bruno Ganz spielt den räsonierenden Schriftsteller mit hintergründigem Humor und großer Raffinesse. Mehr unter ndr.de/radiokunst. 19:00 - 19:03 Uhr Nachrichten, Wetter Kriminalhörspiel

Sonntag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Planet Egalia Von Christiane Rösinger Ein feministisches Hörspiel-Musical Regie: Susanne Krings Produktion: WDR 2023

Sonntag 19:26 Uhr SWR2

SWR2 Jazz

Mein Name ist Bond, Jazz Bond - Jazz und Agenten Von Henry Altmann So viel Jazz war im Jazzdienst Ihrer Majestät und Bond-Bombast erst mal gar nicht drin, dafür aber bei den Vorgängern, Varianten und Nachahmern. Ob bei Peter Gunn, dem James Bond-Prototypen in schwarz-weiß, oder in schlechten Plagiaten wie "James Tont", "Charles Bird" oder im Bond-Ableger "OK Connery" mit Sean Connerys Bruder Neill - Jazz jagte und küsste, schoss und spielte mit, in Form von coolem Combo-, Breitwand-Big-Band-Sound oder Beat und Bossa.

Sonntag 20:04 Uhr SR2 Kulturradio

JazzNow

Illinger Jazzlounge Nik Bärtsch, Piano solo Mitschnitt vom 13.12.22 in der Illipse Illingen

Sonntag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Freistil

Hype, Hybris oder Hochkultur NFTs - Das Geschäft mit der digitalen Kunst Von Susanne Luerweg und Sabine Oelze Regie: Hanna Steger Produktion: Deutschlandfunk 2023 Spätestens seit der Versteigerung einer digitalen Collage des Künstlers beeple für 69 Millionen US-Dollar bei Christie"s sind Non-Fungible-Tokens auch in der Kunst zum absoluten Hype-Thema geworden. Was steckt hinter den neuen virtuellen Kunstwerken? Wenn ein traditionelles Auktionshaus anfängt, digitale Kunst zu versteigern, heißt das: NFTs sind kein schneller Trend, sondern ein ernst zu nehmender "Artchanger". Erlebt der Kunstmarkt derzeit eine Neujustierung? Macht Kryptokunst Galerien überflüssig? NFTs lassen sich, ohne das Haus zu verlassen, bequem ins digitale Portemonnaie - die "Wallet" - laden, sie können online ausgestellt und betrachtet werden. Ist das Kunst oder Kitsch oder reine Finanzspekulation? Um diese Fragen zu beantworten, machen sich die Autorinnen auf, ihr eigenes NFT zu erwerben. Dabei kommen sie mit Kunstexperten und Künstlerinnen ins Gespräch. Hype, Hybris oder Hochkultur

Sonntag 20:05 Uhr Bayern 2

Bayerisches Feuilleton

Karl Valentin Der bayerische Patient Von Christoph Leibold Wiederholung vom Samstag, 8.05 Uhr . "Wissen S", i kann schon no lustiger sein, aber des will ma ja net, dass sich die Leut" totlachen!" hat Karl Valentin mal erklärt. Komisch genug, dass sich die Menschen zumindest kranklachen, war er auf alle Fälle. Für ihn selbst allerdings war Humor auch heilsam: In etlichen Sketchen machte er sich über Arztbesuche lustig. 90 Ärzte soll er in seinem Leben konsultiert haben, Valentin litt an einer echten Krankheit - Asthma - und jeder Menge eingebildeten. Bittere Ironie, dass der Hypochonder Karl Valentin am 9. Februar 1948 an einer verschleppten Lungenentzündung starb. Anlässlich Valentins 75.Todestags untersucht Christoph Leibold den Zusammenhang zwischen Humor und Heilung im Werk des Vorstadt-Neurotikers. Dabei fragt er auch nach den Risiken und Nebenwirkungen des wortklauberischen Witzes Valentins. Fachleute wie Sabine Rinberger vom Valentin-Karlstadt-Musäum, die diesen bayerischen Patienten so gut kennt wie ein Leibarzt, oder der Mediziner und Musikkabarettist Dr. Georg Ringsgwandl stehen dem Autor bei seiner Diagnose mit Expertise zur Seite. BR 2023

Sonntag 23:05 Uhr BR-Klassik

BR-KLASSIK - Musik der Welt

Island trifft Persien Mit Sigríður Thorlacius, Ásgeir Ásgeirsson und Hamid Khansari Konzertmitschnitt vom 16. Juni 2022 beim Reykjavik Arts Festival

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