Hörspiele im Radio

Hörspiele

Donnerstag 22:03 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Freispiel

Kalt/Lau Eine Klimaanlage singt Von Katharina Pelosi Regie und Komposition: die Autorin Mit: Julia Riedler Gesang: Ann-Kathrin Quednau Ton und Technik: Josuel Theegarten und Manuel Glowczewski Dramaturgie: Andrea Geißler Produktion: HR 2023 Länge: 53"12 Wie könnte eine Utopie einer klimagerechten Zukunft aussehen? Wie könnte sie klingen? Darüber spekuliert eine Expertin: die Klimaanlage namens "Kalt Schrägstrich Lau". Durch einen Fehler in der Herstellung ist sie mit der Fähigkeit ausgestattet, Natur- und Tierklänge in Musik zu übersetzen. Und so ist die Maschine nicht nur mit Kühlen beschäftigt, sondern auch mit der Produktion von Klängen: In welcher Tonart singen Tiere? Welchen Rhythmus hat das Brechen der Wellen? Und in welcher Frequenz wummert der Bass des Sommergewitters? Kalt/Lau versammelt klangliche Verwechslungen und lässt einen vielstimmigen Track entstehen - oder in den Worten der Klimaanlage: "Hör mal zu, und mach dich verwandt, so wird es hier hoffentlich ein wenig kälter und viel lebbarer für ALLE." Kalt/Lau spekuliert über den Sound einer klimagerechten Zukunft, in der Menschen, Tiere, Natur und Maschinen solidarisch und nachhaltig miteinander leben - oder in ihren Worten: "Ein Musikstück für den Anfang und nicht das Ende einer Erzählung, in der Menschen weder die Natur noch die Maschinen besitzen. Wir, die scheinbar nicht sprechen können, singen vielstimmig. Eine Komposition. Oder einfach Kompost. Ein Haufen aus Nullen und Einsen, aus Ökomasse und Elektroschrott, Säugetieren und Algorithmen macht Musik." Katharina Pelosi, geboren 1983 in Hanau, lebt in Hamburg. Sie studierte am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen und arbeitet als Audiokünstlerin im Bereich Performance und Hörspiel. Ihre tongestalterische Arbeit zeichnet sich durch ein Verständnis von Klang als gleichberechtigtem Mittel im theatralen Prozess aus. Zuletzt: "Call to Listen. Ein postkolonialer Resonanzraum" (2018) und "Parole V. Eine feministische Verstärkung" (WDR/Deutschlandfunk/Pact Zollverein Essen 2019).

Donnerstag 23:00 Uhr Eins Live

1LIVE Krimi

Glasauge Von Johanna Sinisalo Soap-Serie wird auf mysteriöse Weise Realität Regie: Annette Berger Produktion: WDR 2009

Freitag 00:05 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Klangkunst

An Emotional Encyclopedia of War Von Anna Kravets Produktion: Deutschlandfunk Kultur / CTM Festival / Goethe-Institut / ORF / SEMI SILENT / ASCR / Q-O2 2023 Länge: 46" (Ursendung) Wie fühlt man sich im Kriegszustand? Die ukrainische Klangkünstlerin Anna Kravets versetzt uns in einen akustischen Luftschutzraum. Über Selbstbeobachtungen, Geräusche und Bewegungen der Mitmenschen lässt sich das Gefühl der Bedrohung nachvollziehen. Wir sehen sie täglich in den Nachrichten: Menschen in Kellern, U-Bahn-Schächten und Bunkern, die Schutz vor Bombenangriffen suchen. Wie geht es ihnen dort? Ihre existenzielle Erfahrung ist schwer zu vermitteln. Die ukrainische Künstlerin Anna Kravets lud Freiwillige ein, sich längere Zeit in einem Keller aufzuhalten und sich auszutauschen: Was heißt es, im Ausnahmezustand zu leben? Diese Sessions wurden aufgezeichnet. Aus dem aufgenommenen Material ist ein auto-ethnografisches Hörspiel entstanden - über Gefühle rund um Krieg und Bedrohung. "An Emotional Encyclopedia of War" entstand im Rahmen des CTM Radio Lab 2023 von Deutschlandfunk Kultur, CTM Festival, ORF musikprotokoll im steirischen herbst festival, Ö1 Kunstradio und Goethe-Institut. Anna Kravets, geboren 1988 in Sumy in der Ukraine, studierte Kulturwissenschaften in Kiew und Anthropologie in Marseille. Sie arbeitet als Klangkünstlerin, Performancekünstlerin, Podcast- und Radiomacherin. In ihren Arbeiten erforscht sie Erfahrungen des Selbst mit seinen Möglichkeiten und Begrenzungen. Zwischen 2017-2022 moderierte sie die Sendung "The Art Of Work" auf Radio Ukraine International und Cashmere Radio. Klangkunst: Leben im Luftschutzraum An Emotional Encyclopedia of War

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