Features im Radio

Features

Mittwoch 09:05 Uhr Ö1

Radiokolleg - Follow me - Stories von und mit jungen Menschen

Wie wir fühlen, denken und handeln (3). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin *Wie wir handeln ... * *Creative Generation* *"Einer von 100 000"* Streaming Plattformen bieten eine noch nie da gewesene Vielfalt von Musik an. Zusätzlich speichern diese die persönliche Hörgewohnheit und liefern, zu dem persönlichen Hörverlauf, die passende Musik. Wie schwer ist es sich in dieser von Algorithmen gesteuerten Vielfalt einzugliedern und herauszustechen? Immer mehr junge Menschen durchstöbern auf der Suche nach dem perfekten Sound wochenlang Sound-Bibliotheken, werden selbst kreativ und produzieren Musik. Gestaltung: Nicholas Ivansits *Fusselfreie Fließband-Fashion* *Oder doch lieber Second Hand?* Ich weiß nicht genau, warum es auf einmal cool war, zu sagen "das habe ich Second Hand gekauft." Das Gefühl, im Gegenüber eine kleine Spur von Neid auszulösen - die Hoffnung zu nehmen, das Outfit kopieren zu können. Ein kurzer Moment der Individualität. Als ich klein war, war das noch nicht so. Second Hand habe ich mit kratzigen Pullovern verbunden, das Gefühl, dass das nicht frisch aus der Fabrik kam, verband ich mit einer Art Ekel. Dabei sind die Produktionsverhältnisse, unter denen neue Stücke hergestellt werden viel ekelerregender. Ausbeutung, Missbrauch, Umweltverschmutzung. All diese Begriffe sind Teil von Fast Fashion. Ist der Vintage-Trend wirklich die Stopptaste auf diesem schnellen Fließband? Oder ist es gar nicht so gut, wenn für aussortiere Produkte wieder hohe Preise verlangt werden? Gestaltung: Hannah Horsten *Junge Frauen auf der Aufstiegsleiter* *Vom Ende der Außenseiterinnen?* In meinem letzten Semester im Geschichtsstudium habe ich zum ersten Mal einen Kurs belegt, der von einer Professorin geleitet wurde. Das Thema: Frauen der Antike als Außenseiterinnen? Mit Blick auf den aktuellen Lehrstuhl meines Geschichtsinstituts, wo sie als einzige Frau eine Professur besetzt, finde ich den Begriff "Außenseiterin", gar nicht so fehlgegriffen? Die Zeiten ändern sich, schließlich sind die Hälfte der HochschulabsolventInnen weiblich. Blicken wir genauer auf die Berufswelt, sind wir von einer Gleichstellung noch weit entfernt. Welche Initiativen unterstützen junge Frauen mit Ambitionen? Karriere um jeden Preis - oder doch lieber Außenseiterin mit neuen Ideen? Gestaltung: Luna Ragheb *Perspektiven von Menschen mit einer Behinderung* Ich bin Sebastian Gruber, 28 Jahre alt und lebe in Österreich genauer gesagt in Wien. Ich bin behindert. Für mich hat sich das Leben in den letzten Jahren sehr verändert, ich wurde in meiner Firma übernommen, habe den Führerschein bestanden und lebe allein in einer Wohnung. Außerdem bin ich Mitbegründer eines DJ Clubs und ein Redakteur bei andererseits. Wie sind die Perspektiven von jungen Menschen mit einer Behinderung? Was hat sich gesellschaftlich geändert? Meine Suche beginnt bei mir selbst, doch dabei bleibt es nicht, denn Menschen mit einer Behinderung können genauso grandiose Dinge machen wie Menschen ohne eine Behinderung. Gestaltung: Sebastian Gruber

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Die Philosophin Ágnes Heller "Du hast immer die Wahl!" Hannah Arendt "Die Banalität des Bösen" Das Kalenderblatt 12.05.1973 Psycho-Floß bricht zu bizarrem Sozialexperiment auf Von Prisca Straub Die Philosophin Ágnes Heller: "Du hast immer die Wahl!" Autorin: Daniela Remus / Regie: Christiane Klenz Die Verfolgung durch die Nationalsozialisten überlebte die ungarische Jüdin Ágnes Heller nur durch Zufall. Ihre Familie kam in den Vernichtungslagern um. Nach dem Krieg ging die Überlebende zurück nach Budapest, studierte Philosophie beim Marxisten György Lukács und trat in die Kommunistische Partei ein. Aber als sie sich 1956 beim Ungarischen Aufstand gegen die sowjetische Besatzungsmacht anschloss, wurde sie verhaftet und flog von der Universität. In Ungarn blieb ihr ab dann bis zur Emigration 1977 nur die Rolle der politischen Dissidentin. International bekannt und anerkannt wurde sie, als sie den Ruf auf den Lehrstuhl von Hannah Arendt in New York annahm. Die Erfahrung der europäischen Totalitarismen hat ihr Leben geprägt. Die Freiheit und die Würde des Menschen wurden zentral für das Denken der ungarischen Philosophin. Denn sie war davon überzeugt, dass der Mensch selbst unter widrigsten Bedingungen wählen kann, frei zu sein. Hannah Arendt: "Die Banalität des Bösen" Autor: Fabian Mader / Regie: Christiane Klenz Hannah Arendts Lebensweg als außergewöhnlich zu bezeichnen, wäre eine Untertreibung. Schon als Studentin die folgenreiche Affäre mit ihrem Professor Martin Heidegger - die sie ihr Leben lang nicht mehr loslässt. Nach der Flucht vor dem NS-Regime erkämpft sich die Jüdin in den USA ihren Platz als einflussreiche Intellektuelle und hängt doch an Deutschland, der Sprache - und Martin Heidegger, den sie spät in ihrem Leben wiedertrifft. Zum Zeitpunkt des Wiedertreffens ist sie bereits weltberühmt, vor allem aufgrund ihrer Berichte vom Prozess gegen den Holocaust-Logistiker Adolf Eichmann: ihre These der Banalität des Bösen - der kollektiven Gedankenlosigkeit, durch die die Nazi-Gräuel erst möglich geworden seien. Hochumstritten und vielleicht auch deshalb so einflussreich. Weniger bekannt sind ihre Ansätze, um gegen diese Gedankenlosigkeit anzukämpfen, ihre Thesen zu Platon, ihre Auseinandersetzung mit dem Denken und der Freiheit. Erstsendung: BR 2018 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Helden, Softies, neue Väter Vom Wandel des Männlichkeitsideals Der Mensch und seine Rollen Garfinkels Experimente Das Kalenderblatt 12.05.1973 Psycho-Floß bricht zu bizarrem Sozialexperiment auf Von Prisca Straub Helden, Softies, neue Väter - vom Wandel des Männlichkeitsideals Autorin: Justina Schreiber / Regie: Irene Schuck Wann ist ein Mann ein Mann? Die Frage lässt sich heute nicht mehr so leicht beantworten wie vor 100 Jahren. Vor allem die Frauenbewegung hat dafür gesorgt, dass das traditionelle Männlichkeitsbild zur Debatte steht. Der hegemoniale Herrschaftsanspruch des heterosexuellen Mannes ist zum Problemfall geworden. Auch weil seit 1970er Jahren immer mehr Männer nach einem anderen, weniger gewalttätigen Rollenmuster suchten, darf das angeblich starke Geschlecht mittlerweile Gefühle zeigen. Ein Mann wird nicht mehr verlacht, wenn er einst für "typisch" weiblich geltende Tätigkeiten ausübt. Neue Väter kümmern sich liebevoll um den Nachwuchs. Von einer gleichwertigen Behandlung der Sorge - wie der Lohnarbeit kann trotzdem keine Rede sein. Denn die alten diskriminierenden Strukturen leben fort, trotz zahlreicher juristischer Korrekturen. Nicht wenige Männer fühlen sich "entmännlicht" beziehungsweise von feministischen Forderungen provoziert. Je nach Milieu und sozialem Einfluss, feiern Männlichkeitskulte, Misogynie und Homophobie hässliche Urstände. Männlichkeit ist also vor allem eins: umstritten und äußerst fragwürdig. Der Mensch und seine Rollen - Garfinkels Experimente Autor: Michael Reitz / Regie: Sabine Kienhöfer Der amerikanische Soziologe Harold Garfinkel hatte in den sechziger Jahren ein ganz spezifisches Forschungsinteresse. Er wollte herausfinden, wie im Alltag unser tägliches Miteinander funktioniert. Was sind eigentlich unsere allgemeinen Umgangsformen, worauf beruhen sie, was ist ihre Struktur? Um dies herauszufinden, schuf er mit studentischen Freiwilligen die sogenannten "Krisenexperimente" - spektakuläre Eingriffe in die Alltagswelt, die das Rollenverständnis der Menschen hinterfragten. Anfangs als Studentenklamauk bezeichnet, gelten Garfinkels Arbeiten heute als wegweisend in der Kommunikationsforschung. Erstsendung: BR 2006 Moderation: Gabi Gerlach Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

FEATURE

Die Wahrheit als Wunderkerze Erinnerungen an Joseph Beuys Von Peter Moritz Pickshaus Regie: Klaus Villinger Produktion: SWR/SFB/ORB 2001

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Deutsches Filmerbe Geschichte der DEFA in Potsdam-Babelsberg Von Christian Berndt Im Mai 1946 wurde die Deutsche Film AG (DEFA) gegründet: das Mekka des Filmschaffens in der DDR. Bedeutende Filme wurden gedreht, trotz vieler Eingriffe durch die SED.

Mittwoch 22:05 Uhr SWR2

SWR2 Feature

Mit dem Rücken zur Wand - Armenien nach dem verlorenen Krieg um Bergkarabach Von Daniel Guthmann (Produktion: SWR/Dlf/WDR 2021) Während die Weltöffentlichkeit dem Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan um die autonome Region Bergkarabach tatenlos zuschaute, mussten fast 100.000 Karabach-Armenier aus der umkämpften Region fliehen. Mit Unterstützung der Türkei und massivem Einsatz hochmoderner Kampfdrohnen, zwang Aserbaidschan Armenien zur Kapitulation. Premierminister Nikol Paschinjan, der einstige Held der "Samtenen Revolution" wurde zum Buhmann der Nation. Armeniens Zukunftsperspektiven sind unsicherer denn je.

Mittwoch 22:08 Uhr Ö1

Radiokolleg

Follow me. Stories von und mit jungen Menschen. Wie wir fühlen, denken und handeln (3). Gestaltung: Luna Ragheb, Julia Jesch, Nicholas Ivansits, Hannah Horsten, Fabiola Noll, Sebastian Gruber, Alica Ouschan, Melissa Erhardt, Ambra Schuster, Idan Hanin

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | Max Clouth Licht aus dem Osten - Der Frankfurter Jazzgitarrist Max Clouth

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